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29
Juni
2016
Egemin erhöht Produktivität des Paketzentrums von GEODIS in Nancy Handling Automation
Unterflurkettenförderanlage Quelle: GEODIS
Für den intralogistischen Transport und die Sortierung von rund 5.000 Paketsendungen am Tag nutzt der französische Logistikdienstleister GEODIS am Standort Nancy, etwa 100 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, seit Kurzem eine automatische Unterflurkettenförderanlage von Egemin. Mit ihrem konstanten Versorgungsrhythmus steigert die nahezu wartungsfreie Anlage die Produktivität von GEODIS, erhöht die Sicherheit im Logistikzentrum und sorgt bei den Mitarbeitern für ein angenehmes Arbeitsklima.
 
Die Lösungen von Egemin haben sich für GEODIS bewährt, denn die neue Anlage ist bereits das dreizehnte gemeinsame Projekt der beiden Logistikunternehmen. Die in Nancy eingehenden Pakete werden ohne Zwischenlagerung auf Paletten in Richtung Versandzone gefahren und dort direkt den jeweiligen Zielregionen zugewiesen. Den Transport der Paletten übernehmen rund 60 Hub- und Plattenwagen auf der 255 Meter langen, von Egemin gelieferten Unterflurkettenförderanlage.
 
Bei GEODIS Nancy werden alle Paketsendungen zwischen 22 Uhr abends und 9 Uhr morgens bearbeitet und anschließend innerhalb von zwölf bis maximal 72 Stunden an den Endkunden ausgeliefert. Die Lieferzeit hängt im Wesentlichen von den Vereinbarungen ab, die GEODIS mit seinen jeweiligen Auftraggebern getroffen hat.
 

Mitarbeiter schätzen klare Ordnung der Kette

Seit Kurzem bestimmt der Rhythmus der Förderkette die Prozesse im Paketzentrum und sorgt so für eine erhöhte Produktivität der Mitarbeiter, da die Kette eine klare Ordnung vorgibt. Für den Logistikdienstleister wird sein täglicher Durchsatz genau kalkulierbar und damit im Gespräch mit seinen Kunden auch exakt planbar. Gleichzeitig hat er jederzeit die Flexibilität, die Anzahl der Hub- und Plattenwagen zu erhöhen oder das Transporttempo der Kette zu steigern. Aktuell werden über 600 Paletten mit rund 5.000 Paketsendungen pro Tag abgefertigt. Das entspricht einem Gesamtgewicht von etwa 100 Tonnen. Da der Durchsatz saisonal stark schwankt und etwa in der Weihnachtszeit ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen ist, ist die Anlage für eine Systemkapazität von 410 Paletten pro Stunde ausgelegt.
 
„Wir haben eigentlich eine regelmäßige Rotation der Teams vorgesehen, aber im Gegensatz zu früher wollen einige Mitarbeiter ihren Posten gar nicht mehr wechseln. Sie schätzen insbesondere den neuen, viel konstanteren Rhythmus im Warenausgang“, erläutert Jaques Souhait, Direktor bei GEODIS Nancy, wie seine Mitarbeiter mit den neuen logistischen Prozessen umgehen. Seine Bilanz ist eindeutig: „Die Arbeitsbedingungen haben sich deutlich verbessert und die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist spürbar gestiegen.“
 

Vom Wareneingang zur Versandstation

Die Abläufe am Standort Nancy sind typisch für ein Paketverteilzentrum: Beim Eintreffen der Pakete werden diese von einem Mitarbeiter gescannt und damit für das Lagerverwaltungssystem erfasst. Anschließend wird den Waren die Nummer der Beladezone und der entsprechenden Ausfahrt zugewiesen. Danach erhalten sie ihren Bestimmungscode und fahren auf einem der Hubwagen über den Kettenförderer in die Versandzone, wo sie ein weiterer Mitarbeiter entgegennimmt. Prinzipiell kann die Förderanlage dabei auch als Pufferzone verwendet werden, bis ein Paket letztlich seinen Bestimmungsort im Versandbereich erreicht. Dort angekommen werden die Waren noch einmal gescannt und dadurch für die Abfahrt per LKW registriert.
 

Förderanlage im Dauerlauf

Durch eine automatische Kettenschmierung und eine Selbstreinigung der wesentlichen Komponenten ist die Egemin-Anlage quasi wartungsfrei. Da das Fördersystem direkt in den Boden integriert wird, bleibt der größte Teil der Arbeitsfläche frei und die Abläufe im Inneren des Logistikzentrums sind zu jedem Zeitpunkt übersichtlich. Auf diese Weise trägt der Kettenförderer zur Arbeitssicherheit bei und minimiert den Einsatz von Gabelstaplern, die aufgrund ihrer freien Fahrweise auch immer eine Gefahrenquelle für die Mitarbeiter im und um das Gebäude darstellen.
 
Im Vergleich zu einer Gabelstapler-Flotte wird mit dem Kettenförderer auch das Transportgut besser geschont. Die Anlage für GEODIS in Nancy ist so ausgelegt, dass sie möglichst wenige Kurven hat, in denen die Waren theoretisch von den Hub- und Plattenwagen herunterfallen könnten. Und selbst wenn ein Paket einmal auf dem Hallenboden landen sollte, ist die Fallhöhe vom Unterflurförderer aus extrem gering, so dass Beschädigungen nahezu ausgeschlossen sind.
 

Langfristige Investitionssicherheit

Für Jaques Souhait, den Direktor von GEODIS Nancy, standen bei seiner Investitionsentscheidung die betriebliche Zuverlässigkeit und die Planungssicherheit durch die neue Anlage an erster Stelle. Schließlich hat er die kurzen Umschlag- und Lieferzeiten für seine Kunden immer im Hinterkopf. Gleichzeitig denkt er an die zukünftige Geschäftsentwicklung seiner Niederlassung, für die er mittelfristig weitere Kapazitäten benötigt. Er konstatiert: „Wir können dem Kettenförderer noch einige Hubwagen hinzufügen. Bei unserem Entwicklungsgrad wird das sicherlich notwendig sein“, und bringt schließlich noch einmal seine Hauptinteressen als Logistikdienstleister auf den Punkt: „Es ist wichtig, dass wir unsere Kunden bei ihrer Entwicklung begleiten und so ein wirklicher Wachstumspartner sind. Unser neuer Kettenförderer trägt dazu bei und wir können mit unserer Investition zufrieden sein.“
 


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