Nachrichtenarchiv 2013

15
Juli
2013
20 Jahre Egemin GmbH: Von der Schiffselektronik zur Logistikautomation Handling Automation
20 Jahre Lagerautomation und -modernisierung in Deutschland: In Belgien bereits seit 46 Jahren erfolgreich, brachte Egemin sein Know-how 1993 auch auf den deutschen Markt. Zunächst war das Unternehmen hier vor allem für seine zuverlässigen Unterflurförderanlagen und als Lieferant für fast alle großen Speditionen bekannt. Heute steht Egemin für schlüsselfertige Gesamtlösungen aus einer Hand und zählt zu den Marktführern im Bereich der fahrerlosen Transportsysteme (FTS).

Mit Reparaturen an der Schiffselektrik fing alles an: Als Electricité Générale pour la Marine et l’Industrie (Egemin) 1947 von Theo Pomierski in Antwerpen gegründet, bot das Unternehmen schon bald auch Elektroinstallationen für die Industrie an. Kurz nach der Gründung erweiterte Egemin das Angebotsspektrum außerdem um Unterflurförderanlagen, Rollenförderer und Karosserietransportsysteme für die Automobilindustrie. „Bereits in den 50er Jahren war absehbar, dass die Logistik immer mehr zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Unternehmen wird“, erklärt Stephan Vennemann, Geschäftsführer der Egemin GmbH. „Deshalb haben wir uns sehr früh auf Intralogistik spezialisiert.“ Als Generalunternehmer für individuelle Materialflusslösungen ist Egemin heute in sieben Ländern vertreten und beschäftigt rund 700 Mitarbeiter.

Erschließung des deutschen Marktes
1993 entschied sich Egemin für die strategische Erschließung des deutschen Marktes. Aufgrund der jahrelangen und umfassenden Erfahrung im Bereich der Unterflurkettenförderer (E`tow) in Belgien und in den Niederlanden fiel der Start in Deutschland nicht schwer. Und sehr schnell stellte sich heraus: Der Bedarf deutscher Unternehmen an hochentwickelter Steuerungstechnik und dem Egemin-Know-how war enorm.

Kunden der ersten Stunde
Bereits im ersten Jahr der Geschäftstätigkeit in Deutschland erhielt die Egemin GmbH Aufträge im Wert von umgerechnet 4 Millionen Euro. Zu den Kunden der ersten Stunde gehörte Schenker Mannheim, wo Egemin eine E`tow-Anlage installierte. „Spannend war darüber hinaus der Großauftrag der Deutschen Bahn, den Egemin 1994 gewann“, erklärt Francis De Backer, Vice President der Division Handling Automation des Egemin-Konzerns. „Nach der Wiedervereinigung wurden die Bundesbahn und die Reichsbahn zur Deutschen Bahn AG zusammengefasst. Daraus entstanden das Projekt „BahnTrans“ und ein geografisches Netzwerk mit 41 strategisch platzierten Frachtzentren. Egemin nahm an der Ausschreibung für deren Automatisierung teil und erhielt den Auftrag über 40 Millionen DM.“ Auch Ford gehörte zu den frühen Kunden der Egemin GmbH. 1996 realisierte Egemin in Deutschland das erste Projekt mit fahrerlosen Transportsystemen (FTS) bei Düfa in Ostrau und später auch bei Philip Morris, British American Tabacco oder auch bei L’Oréal. Nach weiteren sechs Jahren folgte dann der erste Auftrag, den Egemin als Gesamtlösungsanbieter auf dem Gebiet der Lagerautomatisierung umsetzte: Bei der Eurobaltic Fisch Verarbeitungs GmbH auf Rügen wurde sowohl das Tiefkühllager mit acht Regalbediengeräten automatisiert als auch ein FTS mit 16 Fahrzeugen implementiert.

Die Zukunft im Blick
Heute hat sich das Unternehmen in Deutschland längst etabliert: Dank seiner flexiblen und maßgeschneiderten Lösungen für FTS und einem umfassenden Beratungsangebot gehört Egemin in diesem Bereich bereits zu den Marktführern. Stephan Vennemann resümiert: „In Zukunft werden wir das Asset-Life-Cycle-Management weiter ausbauen. Darüber hinaus wollen wir unser internationales Know-how in den Bereichen Food, Pharma und Distribution in Deutschland verstärkt einbringen. Hier liegt noch großes Potenzial für unsere Automatisierungslösungen.“


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