Nachrichtenarchiv 2014

17
März
2014
Vollautomatisiertes Lager- und Distributionssystem für IVC Handling Automation
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Egemin Automation und IVC haben einen Vertrag über ein vollautomatisches Lager- und Distributionssystem für den Produktionsstandort Avelgem, Belgien, unterzeichnet. Mithilfe des Systems sollen die Lagerung und der Transport der Luxusvinylfliesen Moduleo® zwischen Produktion, Lager und Distribution optimiert werden. Die Anlage umfasst neben einem automatischen Hochregallager, einem fahrerlosen Transportsystem und einem Förderloop auch einen Kommissionierbereich. Darüber hinaus wird Egemin den Service für die Anlage übernehmen. Die Implementierung beginnt im April. Die Inbetriebnahme ist gegen Ende des Jahres geplant.

IVC produziert recycelbare Designerböden aus Vinyl. „Aufgrund des stetigen Wachstums und dem damit einhergehenden Platzmangel am Standort Avelgem war für IVC klar, dass sie ihre Kapazitäten erweitern mussten“, so Henk Deloof, leitender kaufmännischer Mitarbeiter bei Egemin Automation. Zum Einsatz kommt das Warehouse-Management-System E’wms, mit dem sich sowohl das Hochregallager und die Kommissionierung als auch der Versandbereich verwalten lassen. Darüber hinaus steuert die Egemin eigene Software sämtliche Transporte zwischen dem Lager- und dem Distributionsbereich.


Durchgängige Lagerprozesse

Das Hochregallager wird in Silobauweise errichtet. Drei Regalbediengeräte sorgen in den 78 m langen Gängen für die Einlagerung der Paletten. Insgesamt stehen auf 35 m Höhe 10.600 Palettenplätze verteilt über 30 Ebenen zur Verfügung. Für den Abtransport der Waren aus der Produktion sorgt ein fahrerloses Transportsystem (FTS) mit drei Gegengewichts-Fahrzeugen. Diese sind so konstruiert, dass sie problemlos Paletten mit unterschiedlichsten Abmessungen transportieren können. Die FTF befördern die Paletten zunächst zu einer Förderbrücke, die die Produktion mit dem Lager verbindet. Auf der Brücke sorgt ein Transfershuttle für die Abnahme der Paletten von den FTF und bringt sie ins angrenzende Lager. Ein zentraler Fördertechnikloop bildet die Verbindung zwischen den verschiedenen Zielen. Beispielsweise werden darüber die fertigen Paletten zur Qualitätskontrolle gebracht und fehlerhafte sofort herauszogen. Über eine sogenannte Reject-Line gelangen diese dann in eine Zone, in der die Fehler – beispielsweise ein beschädigter Barcode – sofort behoben werden. 

Dynamische und statische Kommissionierung

Im Kommissionierbereich auf der ersten Etage werden die Aufträge kundenspezifisch zusammengestellt. Diese werden dabei nach schnell- und langsamdrehenden Waren sortiert. Entsprechend erfolgt die Kommissionierung dynamisch oder statisch. Nach der Kommissionierung werden die Paletten über das zentrale Förderlaufband ins Lager zurücktransportiert und zur Abholung im Distributionsbereich bereitgestellt.


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