Nachrichtenarchiv 2015

28
Apr.
2015
Egemin automatisiert End-Of-Line-Handling bei Continental Handling Automation
Egemin FTFContinental LTV.jpg
Just-in-Time: Gerade Automobilzulieferer müssen kontinuierlich die hohen  Anforderungen an eine flexible und termingerechte Lieferung erfüllen. Continental Automotive, der Hersteller von elektronischen Bremssystemen, entschied sich deshalb für die Automatisierung seines Lager- und Produktionsstandortes in Mechelen, Belgien. Egemin Automation entwickelte eine Konzeptlösung, die exakt auf die Anforderungen des Automobilzulieferers zugeschnitten sind: ein schlüsselfertiges Logistiksystem bestehend aus sechs fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) sowie einer Paletten- und Behälterfördertechnik. In Kombination sorgt beides für ein optimales Handling des Lagerbereichs und für die termingerechte Belieferung der Produktion.

Continental Automotive gehört zur Continental AG – einem Konzern, der Standorte in 53 Ländern weltweit unterhält. In Mechelen produziert das Unternehmen automatisierte Bremssysteme für maximale Sicherheit im Automobil. Ein separater Lagerbereich bevorratet die einzelnen Teile für die Produktion und die fertigen Artikel für den Versand. Egemin konzipierte den Materialfluss so, dass die Materialien über die Fördertechnik vom Lager zur Produktion transportiert werden. Gesteuert wird dies von der Egemin eigenen Warehouse-Management-Software E’wms. Um die End-of-Line-Lösung komplett zu machen, stehen am Ende der Förderstrecke sechs FTF bereit, die die Artikel zur Produktion transportieren. Deren Steuerung übernimmt die Software E’tricc des Generalunternehmeners.

FTF nach Maß
Ein an der Fördertechnik angebrachtes Messsystem erkennt automatisch, welches FTF für den Transport in Frage kommt. Die Leitsteuerung E’tricc schickt anschließend das entsprechende Fahrzeug zum Förderband. Große, sperrige Teile werden mit einem der vier Gabel-FTF (FLV = Fork Lift Vehicle) abgeholt, kleine Komponenten in Behältern dagegen mit einem der zwei LTV (Load Transfer Vehicle) transportiert. Diese Fahrzeuge sind zusätzlich mit angetriebenen Rollenbahnen ausgestattet. Die Behälter können so einfach übernommen und an die Produktionsanlagen gebracht werden – und das in der richtigen Reihenfolge. Denn zuvor erfolgt bereits eine Sortierung der Behälter auf der Fördertechnik an insgesamt vier Sortierstationen. Die Teile können anschließend einfach und ohne zeitaufwändiges Suchen zusammengefügt werden. Fertige Artikel gelangen mit den FTF und über das Fördersytsem zurück ins Lager, leere Behälter werden zur Nachschubstation gebracht.

Die Konzeptlösung von Egemin sorgt für mehr Sicherheit und Effizienz bei Continental Automotive: Das automatisierte System beschleunigt die Prozesse und reduziert die Fehlerquote. Da der Einsatz von Gabelstaplern im Produktionsbereich entfällt, wird die Unfallgefahr minimiert. Die Investion hat sich für Continental mehrfach gelohnt: Für die Automatisierung wurde das Unternehmen mit dem first Factory of the Future-Award ausgezeichnet.


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